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Evgeny Borisov: Die Projektivität der Bedeutung - Ein hermeneutischer Beitrag zur kausalen Bedeutungstheorie

Als Grundlage der vorgeschlagenen Synthese gilt die pragmatische und kommunikative Wende in der Sprachphilosophie, als deren Urheber Heidegger, Shpet und Wittgenstein betrachtet werden können. Eine der wichtigsten Folgen dieser Wende ist die These, daß eine jede sprachliche Bedeutung mehrfach unterbestimmt ist und die Weiterbestimmung zuläßt. Die semantische Weiterbestimmung läßt sich am Modell der hermeneutischen Anwendung im Sinne Gadamers explizieren. Diese Momente der Unterbestimmung und Weiterbestimmung werden im Terminus Projektivität festgemacht. Die Anwendung der Idee der Projektivität in der Bedeutungstheorie ermöglicht es, die Wechselwirkung von Intension und Extension im Gange der projektiven Weiterbestimmung der Bedeutung zu thematisieren und so die Aporien der kausalen Semantik zu beseitigen.

Dr. Evgeny Borisov ist Dozent für Philosophie an der Staatsuniversität zu Tomsk.
Promotion 1997: Evolution der phänomenologischen Ontologie bei Husserl und Heidegger.
Wichtigste Veröffentlichungen: Die praktische Wende in der nachmetaphysischen Philosophie (2008; gemeinsam mit V. Fours und I. Inishev); Grundzüge der nachmetaphysischen Ontologie (2009); Übersetzungen ins Russische von Husserl, Heidegger, Adorno und Betti.
Forschungsschwerpunkte: phänomenologische Philosophie, philosophische Hermeneutik, sprachanalytische Philosophie, Ontologie.

Laatst gewijzigd:30 oktober 2012 20:39