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Deutsche Wirklichkeiten (27. Mai 2016)

Konferenz und Informationen für Studierende im Bachelor und Master Deutsch in den Niederlanden
Poster Konferenz 27 Mai 2016
Poster Konferenz 27 Mai 2016

Masterlanguage – Informationsveranstaltung zum landesweiten Programm Master Deutsch
und
StuK – Studierendenkonferenz Germanistik in den Niederlanden
veranstaltet von der Vereniging van Germanisten aan de Nederlandse Universiteiten (VGNU)
Freitag, 27. Mai 2016, 10.00 bis 17.30 Uhr
Rijksuniversiteit Groningen
Academiegebouw, Zaal A8, Broerstraat 5, Groningen
( http://www.rug.nl/staff/location/1111 )

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!                                                                        
Wenn Sie zur Veranstaltung kommen wollen oder Fragen haben, schreiben Sie an
Wolfgang Kehrein, w.kehrein@rug.nl (Masterlanguage) & Florian Lippert, f.j.lippert@rug.nl (StuK)


Programm
Vormittag
Masterlanguage: Informationsveranstaltung zum landesweiten Programm Master Deutsch

10.00

Begrüßung: Yvonne Delhey (Nijmegen), Fachteamvorsitzende Masterlanguage Deutsch

Studentische Vorträge zu den Seminaren des Studienjahres 2015/2016:

10.15

Miranda Chorus (Nijmegen): Vorwärts und nicht vergessen: Die DDR in Literatur und Film (Sem 1)

10.30

Svea Gustavs (Amsterdam): Einbruch des Realen in die Kunst (Sem 2)

10.45

Marjolijn Venema (Leiden): Lästige Laute (Sem 1)

11.00

Britt van Dée (Utrecht): Kontrastive Linguistik Deutsch-Niederländisch (Sem 2)

11.15

Kaffeepause

Vorstellung der Masterlanguagekurse des Studienjahres 2016/2017:

11.30

Johannes Müller (Leiden), Elke Huwiler ( Amsterdam ):   Medienereignis Reformation: Flugschrift, Theater und Predigt als Massenmedien in einer Zeit des Wandels (Sem 1)

11.45

Wolfgang Kehrein (Groningen), Arjen Versloot (Amsterdam): Grenzdialekte und Dialektgrenzen: Sächsisches und Fränkisches in Deutschland und den Niederlanden (Sem 1)

12.00

Florian Lippert (Groningen), Ansgar Mohnkern (Amsterdam): Maschinen, Menschen, Monster – Zur Frage der Technik (Sem 2)

12.15

Stefan Sudhoff (Utrecht), Jenny Audring (Leiden): Die Kunst des Nein-Sagens. Zur Grammatik und Pragmatik der Negation im Deutschen (Sem 2)

12.30

Mittagspause

Nachmittag
StuK - Studierendenkonferenz Germanistik in den Niederlanden
mit Forschungsvorträgen zu Bachelor- und Masterprojekten

13.30

Begrüßung: Ewout van der Knaap , Vorsitzender der Vereniging van Germanisten aan de Nederlandse Universiteiten (VGNU)

Vorträge und Diskussionen zu aktuellen BA- und MA-Forschungsprojekten

13.45

Max van Tongeren (Leiden): Die Darstellung der europäischen Gesellschaftsmodelle in Johann Karl Wezels Robinson Krusoe

14.10

Marlen Stöhr (Groningen): B-Rätsel oder Brezel? Der Übersetzer als Grenzgänger in Yoko Tawadas „Talisman“

14.35

Nora van Kooten (Amsterdam): Phantastische Herkunft“. Zeitproblem und Zeitgestaltung in Anna Seghers' Der Ausflug der toten Mädchen

15.00

Kees van Ruremonde (Utrecht) : Inhaltsorientierter FSU am Beispiel des Ruhrgebiets

15.25

Kaffeepause

15.55

Stef Slager & Laura Vollebregt (Utrecht): Bidirektionale morphologische und syntaktische Interferenz bei niederländischen DaF-Lernern

16.20

Britt van Dée (Utrecht): L1-L2-Bezüge im literarischen Lesen

16.55

Tabitha Oosting ( Utrecht): Positionsverben im Deutschen und Niederländischen

17.20

Abschluss und gemeinsamer Kneipenbesuch

Exposés zu den Vorträgen

Max van Tongeren (Leiden): Die Darstellung der europäischen Gesellschaftsmodelle in Johann Karl Wezels Robinson Krusoe

Im Mittelpunkt dieser Bachelorarbeit steht Johann Karl Wezels Robinson Krusoe, eine gesellschaftskritische Robinsonade aus dem 18. Jahrhundert. Aus der Analyse geht hervor, dass der Originalstoff umgestaltet wurde, um die Niederlage der Vernunft gegenüber einer europäischen Ethik des Eigennutzes darzustellen. Dies wird anhand der folgenden Gesellschaftselemente dargestellt: Klassenstruktur, Sklaverei, Geld und Arbeitsordnung. Wezels Gesellschaftsanalyse findet statt in einem ökonomisch-philosophischen Rahmen, der in der Aufklärung angesiedelt ist. Überraschenderweise ist das Fazit der Arbeit, dass die Gesellschaftsform der Eingeborenen (der sogenannten ‚Wilden‘) das einzig stabile Gesellschaftsmodell darstellt.

Marlen Stöhr (Groningen): B-Rätsel oder Brezel? Der Übersetzer als Grenzgänger in Yoko Tawadas „Talisman“

Entgegen der auf Herder beruhenden Konzeption von Kulturen als homogenen und geschlossenen Systemen beschreibt Wolfgang Welschs Konzept der Transkulturalität Kulturen als relationale und in sich differente Systeme. Transkulturelle Subjekte, wie sie die Postmoderne und die zunehmende Globalisierung hervorgebracht haben, zeichnen sich durch ständige Transgressionen sprachlicher, nationaler und kultureller Grenzen und eine damit einhergehende dynamische Transformation der kulturellen Identität aus. Eigenschaften, die es ihnen erlauben, sich im Zentrum der jeweiligen kulturellen Räume zu bewegen. In Yoko Tawadas Text Talisman beschreibt die Protagonistin ihre Migration nach Deutschland, die aufgrund ihrer Außenseiterrolle teilweise als schmerzlich erfahren wird. In ihren häufig sprachphilosophisch motivierten Reflektionen lotet sie dabei die Möglichkeiten und Grenzen des Fremdverstehens aus.

Die Studie beschäftigt sich mit der Rolle der Sprache im interkulturellen Austausch. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche Übersetzungsstrategien von der Ich-Erzählerin angewandt werden und wie sich diese hinsichtlich ihrer Positionierung in einem fremden kulturellen Raum definieren lassen (Marginalisierung/Assimilation). Um diese Frage beantworten zu können, werden Konzepte aus den Übersetzungswissenschaften herangezogen, wobei zu zeigen sein wird, dass der Übersetzer einerseits üblicherweise als Randfigur wahrgenommen wird, Übersetzungsprozesse aber andererseits als transkulturelle Praktiken aufgefasst werden können.

Nora van Kooten (Amsterdam): "Phantastische Herkunft". Zeitproblem und Zeitgestaltung in Anna Seghers' Der Ausflug der toten Mädchen

Im Mittelpunkt dieser Bachelorarbeit stehen mehrere Begriffe in Verbindung mit dem Thema Zeit. Die Erzählerin in Seghers’ Text spricht von ihrer "phantastischen Herkunft", die im Zusammenhang mit Erinnerung, Exilliteratur und Autobiographie steht. Diese Begriffe sind verknüpft mit zeitbedingten Themen wie der Nachträglichkeit des Erzählens und der Suche nach Identität. Schließlich ist zu fragen, was eigentlich das 'Phantastische' an Seghers Erzählung ist.

Kees van Ruremonde (Utrecht): Inhaltsorientierter FSU am Beispiel des Ruhrgebiets

Landeskundliches Lernen kann die internationale Orientierung der Schüler fördern und ist außerdem ein wertvoller Zugang zum interkulturellen Lernen. Tatsache ist aber, dass landeskundliche Aufgaben in der Praxis oft weggelassen werden oder keinen sprachlichen Bezug darstellen. Es wurde untersucht, wie landeskundliches Lernen sinnvoll in der Oberstufe angeboten werden könnte, indem das 4C-Modell des CLIL berücksichtigt und der Bedarf von Schülern und Lehrern analysiert wurde. Herausgekommen ist ein Unterrichtsmodul zum Thema Ruhrgebiet, das die Fertigkeiten auf dem Niveau der Schüler trainiert und sogar Literatur miteinbezieht.

Britt van Dée (Utrecht): L1-L2-Bezüge im literarischen Lesen

„Auf zu einer starken Lesekultur!“ (Stichting Lezen 2012) – Seitdem die niederländische Schulaufsichtsbehörde festgestellt hat, dass niederländische Schüler(Innen), besonders im Vergleich zu Schüler(Innen) anderer Länder, keinen Spaß (mehr) am Lesen haben (Onderwijsverslag 2012/2013), tritt dieses Motto der niederländischen Stiftung Lesen (Stichting Lezen) heutzutage im niederländischen Unterrichtswesen immer mehr in den Vordergrund. Dieser Spaß am Lesen sei, laut der Stiftung Lesen, für das Entwickeln der Lesekompetenz und literarischer Kompetenz entscheidend. Wer Spaß am Lesen hat, liest generell oft und kann deshalb gut zusammenhängend und flüssig lesen. Diese positive Wirkung würde nicht nur für Lesekompetenz, sondern auch für literarische Kompetenz gelten. Wem lesen von unter anderem Geschichten und Gedichten Spaß macht, wird immer mehr kompetent, diese zu interpretieren bzw. verstehen zu können. Allerdings impliziert diese Aussage der Stiftung Lesen, dass Lesekompetenz und literarische Kompetenz unverbrüchlich miteinander verbunden sind – aber ist dies auch tatsächlich der Fall? Die Frage, welcher Zusammenhang zwischen literarischer Kompetenz und Lesekompetenz an niederländischen Schulen für das Fach Deutsch als Fremdsprache besteht, steht deshalb im Mittelpunkt meiner Masterarbeit.

Tabitha Oosting (Utrecht): Positionsverben im Deutschen und Niederländischen

Obwohl die deutsche und die niederländische Sprache einander in vielerlei Hinsichten stark ähneln, gibt es einen auffälligen Unterschied: den Gebrauch der sogenannten Positionsverben. Positionsverben sind die Verben, die ursprünglich eine Körperhaltung zum Ausdruck brachten, später aber auch andere Funktionen übernahmen. Im Vortrag werden die am häufigsten verwendeten Positionsverben (‚sitzen‘, ‚liegen‘ und ‚stehen‘ und ihre niederländischen Äquivalente) anhand einer experimentellen Studie miteinander verglichen.

Letzte Aktualisierung:25 Juli 2018 15:54