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Forschung an den Grenzen des Wissens


Forschung an der Universität Groningen

Kennzeichnend für Universitäten – im Gegensatz zu Schulen oder auch Fachhochschulen – ist die personelle Einheit von Lehre und Forschung. Die Dozenten betreiben zugleich wissenschaftliche Forschung, die sie unmittelbar in Lehrveranstaltungen umsetzen und zu der sie Studierende anleiten können. Sie verstehen sich als Teil der weltweiten Wissenschaftlergemeinde, die mit ihren Beiträgen in der Grundlagenforschung, in der angewandten Forschung, in der interdisziplinären Forschung die Grenzen unseres Wissens stückweise ständig weiter hinausschieben. Jährlich veröffentlichen Forscher der Universität Groningen über viertausend wissenschaftliche Publikationen. Eingebettet in nationale und internationale Forschernetzwerke verrichten Groninger Wissenschaftler hier und an zahlreichen ausländischen Partneruniversitäten in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des In- und Auslands internationale Forschung. So ist die Universität Groningen Mitglied der Coimbra-Gruppe, zu der sich europäische Universitäten zusammengeschlossen haben. Fachbereiche aller Fakultäten sind in mehr als dreißig universitätsübergreifende von der niederländischen Akademie für Wissenschaften anerkannte Forschungskollegs eingebunden: Im Materials Science Centre betreiben Feststoffphysiker, Biologen, Chemiker und Molekularbiologen grundlegende Materialforschung. Und im Forschungskolleg der Behavioural and Cognitive Neurosciences versuchen Biologen, Mediziner, Psychologen, Physiker, Mathematiker, Philosophen und Sprachwissenschaftler die Funktionen und Wirkungsweisen des Gehirns zu ergründen.

Kernfysisch Versneller Instituut
Kernfysisch Versneller Instituut

Die Fakultäten Geowissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Unternehmenslehre  arbeiten im internationalen Forschungskolleg Systemen, Organisatie en Management (SOM) zusammen, und die Mediävisten der RUG koordinieren das internationale Forschungskolleg Mediëvistiek. Einige dieser Institutionen wie das wirtschaftsund sozialhistorische N.W. Posthumus-Instituut sind zugleich Postgraduiertenkollegs mit länderübergreifenden Netzwerken und Veranstaltungen für die Doktoranden ihrer Disziplin. Neben dieser institutionellen Einbindung pflegen auch einzelne Wissenschaftler ihre vielfältigen Kontakte mit ausländischen Kollegen und Instituten. Die RUG unterhält ein Gästehaus zur Unterbringung ausländischer Gastdozenten und ihrer Familien.

Auch zur Wirtschaft hat die RUG enge Beziehungen geknüpft: Immer mehr (internationale) hochtechnologische Unternehmen suchen die Nähe zur Universität und siedeln sich rund um den neuen Universitätskomplex Zernike zu einem Wissenschaftspark an. Diese Öffnung der RUG kommt auch den Studierenden zugute, denen über das länderumspannende Netzwerk leicht ein Studienplatz, eine Praktikantenstelle oder ein Arbeitsplatz auch im Ausland vermittelt werden kann.

Letzte Aktualisierung:04 Oktober 2011 16:49
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