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Het Groninger Stadboek gebonden en verlucht

van Schaik, R., 2017, In : Historisch Jaarboek Groningen. 2017, p. 6-27 22 p.

Research output: Contribution to journalArticleAcademic

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van Schaik, R. (2017). Het Groninger Stadboek gebonden en verlucht. Historisch Jaarboek Groningen, 2017, 6-27.

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van Schaik, Remigius. / Het Groninger Stadboek gebonden en verlucht. In: Historisch Jaarboek Groningen. 2017 ; Vol. 2017. pp. 6-27.

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van Schaik, R 2017, 'Het Groninger Stadboek gebonden en verlucht', Historisch Jaarboek Groningen, vol. 2017, pp. 6-27.

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Het Groninger Stadboek gebonden en verlucht. / van Schaik, Remigius.

In: Historisch Jaarboek Groningen, Vol. 2017, 2017, p. 6-27.

Research output: Contribution to journalArticleAcademic

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van Schaik R. Het Groninger Stadboek gebonden en verlucht. Historisch Jaarboek Groningen. 2017;2017:6-27.


BibTeX

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RIS

TY - JOUR

T1 - Het Groninger Stadboek gebonden en verlucht

AU - van Schaik, Remigius

N1 - to be appear 14/10/2017

PY - 2017

Y1 - 2017

N2 - Das Groninger Stadtbuch eingebunden und illuminiertRemi van Schaïk in Zusammenarbeit mit Jildou BijlstraDas Stadtbuch von Groningen ist das Schaustück der Groninger Archieven. Die Entscheidung ein neues Stadtbuch, ein Sammlung von städtischen Regulierungen (Ratsprotokolle), aufzulegen, wurde von der Stadtverwaltung im Jahre 1425 getroffen. Die Redaktion stammt jedoch erst aus 1446. Es gibt zwei Exemplare, das älteste wurde in Gebrauchsschrift auf Papier geschrieben und stammt von kurz nach 1459 und es gibt ein jüngeres Exemplar in Formalschrift auf Pergament. Letzteres Exemplar enthält malerischen Buchschmuck auf der Eröffnungsseite mit gemalter Dekoration sowie einen Einband aus grünem Samt mit kostbarem Silberbeschlag. Wahrscheinlich gab es zwischen 1446 und 1459 noch ein anderes Exemplar, aber das wurde nicht überliefert.Die Forschung vom Material des Bandes zeigt, daß bis spät ins 16. Jahrhundert die Handschrift nicht eingebunden war und daß der jetzige Einband erst frühestens im Jahre 1553 angefertigt wurde. Wahrscheinlich ist die Handschrift kurz vor 1600 eingebunden und mit Samt überzogen worden. 1600 ist der Groninger Silberschmied Johan de Drews für die Anfertigung der Silberausstattung mit renaissancistische Motiven bezahlt worden.Der Buchschmuck in Form von zwei großen vergoldeten Großbuchstaben, ein Stab (oder Baguette) und ausgiebige Randdekoration mit viel gold, ist jedoch nicht von einer Groninger Werkstatt (wie das Kloster Selwerd), wie man erwarten würde, angefertigt, sondern wahrscheinlich von den Fraterherren in Zwolle. Vermutlich in den 1470er Jahren. Vergleichende Forschung der Dekoration von Handschriften aus Zwolle führte zur diesem Ergebnis. Dazu wird der damalige Rektor des Fraterhauses in Groningen, Johan van Münster, selbst aus Zwolle stammend, den Kontakt gelegt haben. Auch die Federdekoration ist in Zwolle oder auf jeden Fall im Umfeld der IJssel zu lokalisieren.

AB - Das Groninger Stadtbuch eingebunden und illuminiertRemi van Schaïk in Zusammenarbeit mit Jildou BijlstraDas Stadtbuch von Groningen ist das Schaustück der Groninger Archieven. Die Entscheidung ein neues Stadtbuch, ein Sammlung von städtischen Regulierungen (Ratsprotokolle), aufzulegen, wurde von der Stadtverwaltung im Jahre 1425 getroffen. Die Redaktion stammt jedoch erst aus 1446. Es gibt zwei Exemplare, das älteste wurde in Gebrauchsschrift auf Papier geschrieben und stammt von kurz nach 1459 und es gibt ein jüngeres Exemplar in Formalschrift auf Pergament. Letzteres Exemplar enthält malerischen Buchschmuck auf der Eröffnungsseite mit gemalter Dekoration sowie einen Einband aus grünem Samt mit kostbarem Silberbeschlag. Wahrscheinlich gab es zwischen 1446 und 1459 noch ein anderes Exemplar, aber das wurde nicht überliefert.Die Forschung vom Material des Bandes zeigt, daß bis spät ins 16. Jahrhundert die Handschrift nicht eingebunden war und daß der jetzige Einband erst frühestens im Jahre 1553 angefertigt wurde. Wahrscheinlich ist die Handschrift kurz vor 1600 eingebunden und mit Samt überzogen worden. 1600 ist der Groninger Silberschmied Johan de Drews für die Anfertigung der Silberausstattung mit renaissancistische Motiven bezahlt worden.Der Buchschmuck in Form von zwei großen vergoldeten Großbuchstaben, ein Stab (oder Baguette) und ausgiebige Randdekoration mit viel gold, ist jedoch nicht von einer Groninger Werkstatt (wie das Kloster Selwerd), wie man erwarten würde, angefertigt, sondern wahrscheinlich von den Fraterherren in Zwolle. Vermutlich in den 1470er Jahren. Vergleichende Forschung der Dekoration von Handschriften aus Zwolle führte zur diesem Ergebnis. Dazu wird der damalige Rektor des Fraterhauses in Groningen, Johan van Münster, selbst aus Zwolle stammend, den Kontakt gelegt haben. Auch die Federdekoration ist in Zwolle oder auf jeden Fall im Umfeld der IJssel zu lokalisieren.

M3 - Article

VL - 2017

SP - 6

EP - 27

JO - Historisch Jaarboek Groningen

JF - Historisch Jaarboek Groningen

SN - 1570-3916

ER -

ID: 47824006