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Friederike Willert: Erasmus-Austausch-Platz 'Theologie'


Wie kam es dazu, dass Du Dich für den Studiengang an der Universität Groningen entschieden hast?
Ich habe mich an meiner vorherigen Fakultät der evangelischen Theologie in Marburg um einen Erasmus-Austausch-Platz an der Rijksuniversiteit Groningen beworben. 
Wie und wo hast Du Dich über die Studienmöglichkeit informiert? 

Vorrangig über Informationen an meiner Fakultät, über das Internet und dann am Tag der offenen Tür im März 2007. 

Wie hast Du die verlangten Sprachkenntnisse erworben? 

Durch private Kontakte.  

Wie und wo hast Du Dich beworben? 

Ich habe mich an meiner Heimatfakultät in Marburg beworben mittels eines festgelegten Bewerbungsbogen.   

Falls Du in die Niederlande umgezogen bist: Wie hast Du eine Wohnung gefunden?

Über die Internethomepage des Housingoffice und die darauffolgende Bewerbung.  

Wie waren Deine ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, als …)? 

Da ich aus privaten Gründen vorher schon oft in den Niederlanden war, hatte ich sprachlich gesehen kaum Schwierigkeiten. Allerdings ist es sehr anstrengend, wenn in der Fakultät Niederländisch, im Internationalen Studentenhaus Englisch und unter Deutschen Deutsch gesprochen wird. Man kann sich nicht gut auf eine Sprache konzentrieren.   

Worin siehst Du die Vorteile Deines Studiums in den Niederlanden?

Ich lerne – als Austauschstudent – eine andere Form der Lehre als in Deutschland kennen und erweitere meinen Horizont über das deutsche Theologiestudium hinaus.  

Worin siehst Du die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?

Ich sehe keine! Es ist schließlich nur für ein Jahr.  

Was empfiehlst Du deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?

Wenn man Theologie in Groningen studieren will und beabsichtigt sein ganzes Studium in den Niederlanden zu machen, sollte man sich vorher im Klaren darüber sein, in welche Richtung man später gehen will (Kirchlicher Dienst, Forschung). Falls man in den kirchlichen Dienst in Deutschland treten will, sollte man Kontakt mit der jeweiligen Landeskirche aufnehmen und die Studienbedingungen klären und auch, ob das – bisher in Deutschland in Theologie noch nicht eingeführte - Bachelor-Master-System ausreichende Grundlage für den Pfarrberuf ist. Es kann der Fall vorliegen, dass die Landeskirchen diesen Abschluss hier nicht anerkennen und man damit in Deutschland nicht in den kirchlichen Dienst treten kann. Bezüglich der Forschung – die größtenteils Universitäts- oder Institutsgebunden ist, sehe ich diese Schwierigkeiten nicht. Auch was das Studium der Religionswissenschaften angeht, denke ich, dass man es – sofern man Niederländisch beherrscht – ohne Bedenken in den Niederlanden studieren kann.  

Welche positiven und negativen Erfahrungen hast Du bisher mit dem Studium gemacht? 

Ich habe keine negativen Erfahrungen gemacht. Als positiv empfinde ich, dass es ein ganz anderes Unterrichten als an meiner Heimatfakultät ist und ich somit auch andere Lehr- und Lernmethoden kennen lerne.  

Was planst Du für die Zukunft? 

Nach diesem Auslandsjahr gehe ich zurück nach Deutschland, allerdings nicht zurück nach Marburg, sondern voraussichtlich nach Münster.  

Sonstige Anmerkungen... 

Auch wenn man nicht sein ganzes Studium im Ausland machen kann, ist ein Auslandssemester oder –jahr wirklich zu empfehlen. Es gibt genügend Möglichkeiten der Finanzierung, es macht sich sehr gut im Lebenslauf und es ist eine tolle Erfahrung. Zudem sind die Niederlande gerade für Deutschland nicht unerreichbar.  

Würdest Du den gleichen Weg noch mal gehen? 

Auf jeden Fall!

Letzte Aktualisierung:14 April 2009 09:17
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