Claudia Westermann
Sie absolvierte erst ein Bachelorstudium in ''Sociale Geografie en Planologie'' bei uns an der Rijksuniversiteit Groningen und macht nun auch hier ihren Master in ''Culturele Geografie''. Wie kam es dazu, dass Du Dich für den Studiengang an der Rijksuniversiteit Groningen entschieden hast?
Ich habe mich für den Bachelor Sociale Geografie entschieden, weil ich während meines Abiturs erfahren hab wie sehr mich die Geografie interessiert. Ich wollte nicht in die Richtung naturwissenschaftlicher Geografie gehen. Da sich Sociale Geografie vor allem mit den Beziehungen zwischen Menschen und ihrer Umgebung beschäftigt, hab ich mich entschlossen diesen Studiengang zu wählen. Die Entscheidung nach Groningen zu gehen war dann nicht mehr so schwierig, denn ich bin an der holländischen Grenze aufgewachsen. Groningen ist von meiner Heimatstadt gut und schnell zu erreichen und ich hatte erfahren das Groningen eine Stadt ist, in der es sich lohnt zu studieren. Wie und wo hast Du Dich über die Studienmöglichkeit informiert?
Ich habe mich über die Internetseite der Rijksuniversiteit Groningen informiert. Später habe ich dann Kontakt aufgenommen mit der Studienberaterin für das Fach Sociale Geografie. Ich habe den von der Rijsuniversiteit angebotenen vierwöchigen Sprachkurs belegt. Wie und wo hast Du Dich beworben?
Ich habe mich nach einem Gespräch mit der Studienbegleiterin per Internet für den Studiengang angemeldet. Falls Du in die Niederlande umgezogen sind: Wie hast Du eine Wohnung gefunden?
Ich habe über Freunde, die zu der Zeit schon in Groningen wohnten, eine Wohnung bekommen. Wie waren Deine ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, als …)?
Es ist natürlich am Anfang etwas anstrengend, nur Niederländisch reden zu müssen, aber da hab ich mich recht schnell dran gewöhnt. Ich hab die Niederländer gerade am Anfang als sehr offen erfahren. Sie fanden es alle toll dass ein Deutscher versucht ihre Sprache zu lernen. Auch die Dozenten sehen gerne mal über sprachliche Fehler hinweg. Worin siehst Du die Vorteile Deines Studiums in den Niederlanden?
Der Vorteil ist, dass die Niederländer schon sehr vertraut umgehen mit dem Bachelor-Mastersystem, welches in Deutschland gerade erst eingeführt wird. Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch das Beherrschen einer weiteren Fremdsprache. Worin siehst Du die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
Ein Nachteil ist, dass bis jetzt kein Bafög bezahlt wurde an deutsche Studenten, die in den Niederlanden studieren. Das hat sich ja erst seit letztem Jahr geändert. Was empfiehlst Du deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
Sie sollten Kontakt aufnehmen mit der jeweiligen Fakultät, da kann man alles erfahren was man braucht, um eine gute Entscheidung treffen zu können. Welche positiven und negativen Erfahrungen hast Du bisher mit dem Studium gemacht?
Positiv finde ich, dass das Studium so breit gefächert ist und dass man als Student viel Freiraum für Wahlfächer hat. Das Studium ist außerdem sehr gut organisiert. Der Stundenplan und die Einteilung der Fächer sind strukturiert und deutlich. Ein Nachteil ist, dass der Bezug zur Arbeitswelt ein bisschen gering ausfällt. Im Studium selbst wird nicht deutlich, was für Berufe man mit diesem Studium anstreben kann. Diese Informationen kann man dann aber bei Informationsveranstaltungen kriegen, die außerhalb des Studiums organisiert werden. Was planst Du für die Zukunft?
Erstmal will ich meinen Masterstudiengang abrunden. Danach will ich vielleicht noch einen zweiten Masterabschluss machen. Allerdings steht das noch lang nicht fest. Würdest Du den gleichen Weg noch mal gehen?
Ja. Ich bin sehr zufrieden mit dem Leben und Studieren in Groningen und in den Niederlanden im Allgemeinen.
| Letzte Aktualisierung: | 14 April 2009 09:17 |